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KEIM E+H Nr. 11: Lasur veredelt Beton

erhalten & gestalten

erhalten & gestalten Farbe trif Mit ihren Gestaltungsarbeiten setzt die Arge Betonlasur sichtbare Zeichen – und übe des Grundmaterials Beton erken Verfeinerter Industriebau Architekten: Copla Gesellschaft für Planung und Baubetreuung mbH, Berlin Projektleitung: Stefan Fehse Bauherr: Weigl Zerspanungstechnik GmbH, Zittau Standort: Ostritzer Allee 10, Zittau Kooperation mit: Ka Bomhardt, Berlin Für gewöhnlich bestechen industrielle Produktionsstätten nicht gerade durch besonders ästhetische Anmutungen, sondern sind als reine Zweckbauten konzipiert. Dies gilt auch für den Gewerbekomplex in Zittau, erstellt für das Unternehmen Weigl Zerspanungstechnik. Der eigentlichen Maschinenhalle vorgelagert ist ein schmaler Bürotrakt aus Betonfertigteilen. Auf Wunsch des Bauherren sollte dieser durch eine markante Farbgebung seinen profanen Charakter etwas abstreifen. Die Arge Betonlasur hat zusammen mit der Künstlerin Ka Bomhardt und den Architekten ein Konzept entwickelt sowie umgesetzt. Dieses Konzept basiert auf einem erdigen Rotton, der sich als Lasur über den Bürokubus legt und diesen von der Halle dahinter trennt sowie aus der Umgebung heraushebt. Nach dem Ätzen der Oberflächen folgte der dreischichtige Lasurauftrag – jeweils mit mehreren, gleichzeitig arbeitenden Akteuren nass in nass umgesetzt, um Ansätze zu vermeiden. Das lebendige Bild der Oberfläche nach der Fertigstellung bildet die innere Textur des Betons nach außen ab: Oberflächennahe Kiesel im Beton werden aufgrund ihrer geringeren Überdeckung von der Lasur deutlich gegenüber ihrer Umgebung betont. Nicht nur außen, auch innen trifft man Lasuren an, so erhielt das Treppenhaus eine vierschichtige Farbkomposition aus blauen bis blaugrauen Tönen, ergänzt vom belebenden, rötlicher nuancierten Ton der letzten Schicht. Trotz der Mehrfarbigkeit bleiben die Flächen visuell homogen, zwischen außen und innen etablierte sich ein lebendiger Kalt-warm-Kontrast. Die feine Oberfläche der Fertigbetonteile wurde zunächst geätzt und dann dreifach rot lasiert. Bei großen Flächen wie hier muss mit einem eingespielten Team zugleich gearbeitet werden, sonst entstehen unweigerlich störende Ansätze. 8

ft Beton rfasst das typische Grau mit eigenständigen Farbigkeiten, die jedoch die Eigenarten nbar belassen, ja sogar steigern. Vier Schichten, direkt auf den Beton lasiert, sorgen für ein positives Arbeitsumfeld in diesem metallverarbeitenden Betrieb. Schöner arbeiten Wie man mit Farbe, speziell mit Lasuren, das Arbeitsumfeld wirkungsvoll aufwerten kann, zeigt das Beispiel der Firma Präzisionsschleiftechnik in Luckenwalde. Im einfachen, betonsichtigen Neubau der Montagehalle befinden sich auch Mitarbeitertoiletten und ein Gemeinschaftsraum mit großzügiger Fensterfront – alle drei Räume erhielten eine Fassung mit farbigen Lasuren. Im Gemeinschaftsraum werden die Mitarbeiter von einer orangetonigen und einer gelben Wand erwartet, vierschichtig mittels silikatischen Lasuren direkt auf den Betonuntergrund appliziert. Dies gilt auch für die Toiletten, die in blauen und roten Nuancen leuchten – rot bei den Damen, blau bei den Herren. Architekten: Copla Gesellschaft für Planung und Baubetreuung mbH, Berlin Projektleitung: Stefan Fehse Bauherr: Präzisionsschleiftechnik GmbH, Luckenwalde Standort: Industriestr. 2B, Luckenwalde Bewegte Lasur Auf besonderen Wunsch des Bauherren versah die Arge Betonlasur das Innere des Bürogebäudes von MTU Maintenance mit einer bewegten Lasurtextur. Die Ortbetonwände des zweigeschossigen Foyers mit Treppenaufgang tragen nun einen erdigen Rotton, der den Untergrund stärker abdeckt als üblich. Diese Warmtonigkeit gibt dem Empfang einen freundlicheren Charakter, die blau lasierte Betondecke sorgt ihrerseits für eine kühlere Abgrenzung nach oben. Im Konferenzraum, der vom Treppenhaus-Foyer erschlossen wird, dominiert wieder eine warme Grundstimmung, erzeugt durch eine Grundlasur in Ockertönen und einer darauf dünn applizierten roten Lasur. Auch hier verwendete man ausschließlich Lasuren auf Silikatbasis. Architekten: Copla Gesellschaft für Planung und Baubetreuung mbH, Berlin Projektleitung: Andreas Meckert Bauherr: MTU Maintenance Hannover GmbH Standort: Münchner Straße 31, Hannover-Langenhagen Kooperation mit: Ka Bomhardt, Berlin Bauherr und Architekt wünschten sich explizit einen lebhaften Lasurduktus im zweigeschossigen Foyer und Konferenzbereich. erhalten & gestalten 9

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