platzhalter

Aufrufe
vor 8 Monaten

KEIM Fensterladeneffekt

  • Text
  • Keim
  • Bindemittel
  • Farbe
  • Pigment
  • Farbton
  • Silikatfarben
  • Farben
  • Mineralische
  • Soldalit
  • Fassade

d e r fensterl a d e n e

d e r fensterl a d e n e f f e k t 13 FARBTONBESTÄNDIGKEIT – WAS LEISTEN FARBEN WIRKLICH? Fassade mit deutlich sichtbaren Farbtonveränderungen in den Bereichen demontierter Fensterläden. SYSTEMATISCHE UNTERSUCHUNGEN ZUR FARBVERÄNDERUNG Eine hundertprozentige Konstanz im Farbton gibt es nicht – doch existieren enorme Unterschiede im Verhalten von Farbprodukten – das zeigt uns die Praxis jeden Tag aufs Neue. Um realistische Aussagen über die Farbtonbeständigkeit treffen zu können, eignet sich die reale Prüfsituation im Freien am besten. Die „iLF Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Lacke und Farben mbH“ hat über einen Zeitraum von acht Jahren vergleichende Freibewitterungsprüfungen an fünf verschiedenen Fassadenfarben unterschiedlicher Bindemitteltypen vorgenommen und unter dem Aspekt der Farbveränderung beurteilt. Untersucht wurde die Farbdifferenz der einzelnen Beschichtungen nach Ablauf der achtjährigen Bewitterung im Vergleich zu einer im Labor aufbewahrten, vor Licht und Feuchtigkeit geschützten, unbewitterten Referenzprobe. Mit eingeschlossen in die Beurteilung bzw. Messung der Farbdifferenz waren Pigmentveränderungen, Bindemittelveränderungen, Verschmutzungen und Bewuchs. Bei den Prüfprodukten handelte es sich um eine reine, zweikomponentige Silikatfarbe, eine Dispersionssilikatfarbe, eine (Kiesel-)Sol-Silikatfarbe, eine Silikonfarbe mit Abperleffekt nach dem Lotusprinzip sowie eine Reinacrylat-Fassadenfarbe. Die konkreten Prüfprodukte wurden bewusst aus dem obersten Qualitätssegment der jeweiligen Farbkategorie gewählt. Als Farbton wurde ein intensives Blau (NCS S 2050- R80) festgelegt, weil Blautöne besonders witterungsempfindlich sind und das menschliche Auge Farbdifferenzen im Blau-/Graubereich besonders gut und sensibel wahrnimmt. Die Freibewitterungsprüfungen nach DIN EN ISO 2810 wurden parallel im Industrieklima Magdeburgs und im ländlichen Klima Südbayerns durchgeführt. Dadurch konnten unterschiedliche Klimaeinflüsse mitberücksichtigt und die Allgemeingültigkeit und Praxisrelevanz der Ergebnisse zusätzlich abgesichert werden. Zur Prüfung selbst wurden sowohl visuelle als auch messtechnische Verfahren angewandt. Alle Prüfverfahren richteten sich dabei nach allgemein anerkannten Normungen. Links: 8-jährige Freibewitterungsprüfung (2001–2009) der „iLF Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Lacke und Farben mbH“, Magdeburg

ERHALTEN UND GESTALTEN