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KEIM Fensterladeneffekt

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FREIBEWITTERUNGSPRÜFUNG

FREIBEWITTERUNGSPRÜFUNG VON FÜNF FASSADENFARBEN ERGEBNISSE DER PRAXISSTUDIE Nach acht Jahren Freibewitterung in den zwei unterschiedlichen Klimazonen sind bei keinem der Exponate Haftungsprobleme in Form von Rissen oder Blasen aufgetreten. In den dekorativen Eigenschaften zeigen die untersuchten Silikatprodukte gegenüber der Silicon- und Acrylfarbe eine deutlich geringere Veränderung. Die messtechnischen Ergebnisse im Delta-E-Wert und im Blauwert belegen dies eindrucksvoll. Die geprüften Silikatprodukte weisen eindeutig die beste Farbtonstabilität auf. Die Fotodokumentation unten zeigt, wie deutlich sich die Überlegenheit der Silikatprodukte in Sachen Farbtonkonstanz optisch niederschlägt. Fazit: Die Überlegenheit von Silikatfarben in Sachen Farbtonbeständigkeit gegenüber kunst- und siliconharzgebundenen Fassadenfarben wurde im Rahmen dieser umfangreichen Studie eindrucksvoll untermauert. PROBLEMATIK VON FARBTONMESSUNGEN Für die messtechnische Überprüfung von Farbtönen und Farbtondifferenzen wird über ein entsprechendes Farbmessgerät der konkrete „Farbort“ des Farbtons innerhalb des dreidimensionalen „Farbraums“ bestimmt. Farbtöne werden in dreierlei Hinsicht definiert: auf einer Hell-dunkel-Achse, auf einer Rot-grün-Achse und auf einer Gelb-blau-Achse. Betrachtet man alle drei Achsen, entsteht ein dreidimensionaler Raum. Dieser Farbraum umfasst eine unendliche Menge an Farbtönen verschiedenster Nuancen. Jede Kombinationsmöglichkeit der drei Werte auf den drei beschriebenen Achsen steht für einen Punkt innerhalb dieses Farbraums und damit für einen Farbton. Nun lässt sich für jeden Farbton umgekehrt die genaue Position im Farbraum bestimmen – als Kombination der drei Achsenwerte. Über diese Kombination ist der Farbton eindeutig definiert. Wenn sich nun ein Farbton verändert, lässt sich diese Veränderung messtechnisch eindeutig belegen. Sie zeigt sich dann in der Veränderung eines oder mehrerer Achsenwerte. Die Summe dieser Veränderungen nennt sich „Delta E-Wert“ und beschreibt die „Gesamtfarbdifferenz“ als Summe der drei Farbabstände auf den Achsen. Das Problem besteht nun darin, dass der Delta-E-Wert vom Auge unterschiedlich wahrgenommen wird – je nachdem, wie sich Delta-E zusammensetzt und um welchen Farbton es geht: Delta-E ist eine Summe aus drei Einzelwerten. FARBTONVERÄNDERUNG (LINKS UNBEWITTERT, RECHTS NACH 8 JAHREN FREIBEWITTERUNG) KEIM PURKRISTALAT KEIM SOLDALIT KEIM GRANITAL

d e r fensterl a d e n e f f e k t 15 Entsprechend können viele verschiedene Einzelwerte aufaddiert das gleiche Ergebnis und damit denselben Delta-E-Wert ergeben. Das ist einfache Mathematik: 1 + 2 + 3 = 6 gilt ebenso wie 3 + 0 + 3 = 6. Das Ergebnis ist zwar rechnerisch das gleiche, im Falle einer visuellen Beurteilung aber kann es durchaus unterschiedlich gesehen werden. Die Erklärung dafür ist, dass unsere Wahrnehmung in Abhängigkeit vom Farbton auch unterschiedlich empfindsam ist. Bei Blau- oder Grautönen reagiert unser Auge recht sensibel und kann bereits sehr kleine Delta-E-Werte als Farbtonunterschied erkennen. Bei Gelb-orange-Tönen dagegen ist unser Auge ziemlich unempfindlich. Hier werden kleine Delta-E-Werte gar nicht wahrgenomen. Kurz: Die messtechnischen Daten eines Delta-E-Werts korrelieren nicht immer zu dem was wir Menschen sehen – insbesondere wenn es um das Ausmaß und die Intensität von Farbdifferenzen geht. VERÄNDERUNG DES BLAUWERTES B in % 80 70 60 50 40 30 20 10 0 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Purkristalat Soldalit Granital Silicon/Lotusprinzip Acryl 1 JAHR 8 JAHRE SILICON-FASSADENFARBE /LOTUSPRINZIP ACRYL-FASSADENFARBE

ERHALTEN UND GESTALTEN