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KEIM Teknosil

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Erkennen von

Erkennen von Asbestzement Erst ab 1991 garantiert asbestfrei Asbest ist auf der Baustelle eigentlich nicht zu erkennen. Eine eindeutige Zuordnung ist nur unter dem Elektronenmikroskop möglich. Helfen kann jedoch eine Altersbestimmung der eingebauten Platten. Grundsätzlich muss in Deutschland bei Faserzementplatten, die vor 1991 verbaut worden sind, mit Asbest gerechnet werden. Es wurden aber bereits mit Beginn der 80-er-Jahre zunehmend auch schon Platten mit Ersatzfasern verarbeitet. Das heißt: Je später die Platten eingebaut wurden, desto eher sind sie asbestfrei. Bei Platten vor 1983 sind höchstwahrscheinlich Asbestfasern enthalten. Platten, die aus dem Jahr 1991 und später stammen (Herstellung und Einbau in Deutschland), sind als asbestfrei einzustufen. Bei Platten, die zwischen 1983 und 1991 verbaut wurden, muss aus Vorsichtsgründen mit Asbestfasern gerechnet werden. Schwach gebundene Asbestprodukte Fest gebundene Asbestprodukte Faseranteil > 50 % Rohdichte < 1000 kg/m 3 Faseranteil < 15 % Rohdichte > 1400 kg/m 3 Typische Anwendungsfälle Weichasbest Spritzasbest asbesthaltige Leichtmörtel oder Leichtbauplatten Asbestmatten oder -schnüre Bodenbeläge mit filzpappeähnlicher Asbestunterlage (CV-Beläge) Lüftungskanäle Typische Anwendungsfälle Asbestzementplatten, -tafeln, -rohre oder Formteile für: Dacheindeckungen Fassadenverkleidungen Lüftungsrohre und Abgaskamine Gartenartikel wie Blumenkästen Brandschutzklappen und Füllungen in Brandschutztüren Schutzvorhänge Einlagen in Rohrschellen 5 5 Quelle: vgl. BGBau Medien, Asbest 4

Was ist grundsätzlich zu beachten? Eingebaute asbesthaltige Faserzementplatten müssen trotz Verwendungsverbot nicht zwangsläufig entfernt werden. Solange die Fasern nicht freiliegen, sind sie nicht gefährlich. Erst das Freilegen und damit die Gefahr des Einatmens birgt die Gesundheitsgefahr. Der Umgang mit asbesthaltigem Material erfordert ein hohes Maß an Schutzmaßnahmen, die in folgenden Gesetzen und Richtlinien geregelt sind: GefStoffV, insbesondere die „Technischen Regeln für Gefahrstoffe 519“ (TRGS) Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Unfallverhütungsvorschriften (UVV) Die Gefahrstoffverordnung schränkt die sog. ASI-Arbeiten u. a. dahingehend ein, dass Reinigungs- und Sanierungsarbeiten an unbeschichteten Asbestzementdächern und -wandverkleidungen generell verboten sind. 6 Für ASI-Arbeiten an beschichteten Asbestzementplatten sind gemäß TRGS 519 eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft, die unbedingt zu beachten sind. Diese Bedingungen sind u. a. ein Nachweis des Verarbeiters über die Sachkunde im Umgang mit Asbest und die damit verbundenen Gefahren (sog. Sachkundenachweis) und ein Nachweis darüber, dass der Betrieb die entsprechende Ausstattung vorhalten kann. Zusätzlich sind die Behörden über Maßnahmen von mehr als 100 m² Fläche frühzeitig (mind. sieben Tage vor Arbeitsbeginn) bei jedem Bauvorhaben zu informieren, sodass etwaige Einsprüche möglich sind. Im Rahmen dieser Anzeige sind eine ganze Reihe von Informationen beizubringen. Bei Arbeiten bis 100 m² muss der Betrieb bei den Behörden anzeigen, dass er solche Arbeiten generell ausführt. Aufträge unter 100 m² müssen im Einzelfall dann nicht mehr angezeigt werden. Zusätzlich gilt ein generelles Beschäftigungsverbot von Jugendlichen und schwangeren Frauen. Kurz: Nur ein entsprechend qualifizierter, sachkundiger Betrieb mit gut ausgebildeten Mitarbeitern in Verbindung mit höchster Verarbeitungs- und Produktqualität schafft eine ausreichende Sicherheit für Mensch und Umwelt und schützt den Handwerker vor unkalkulierbaren Risiken. Sachkunde ist unverzichtbar 6 Vgl. Anhang II zu § 16, Abs. 2 der Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung vom 26.November 2010. 5

ERHALTEN UND GESTALTEN